Projekt „blinkanstalt“ – Teil 3: fertig

Die blinkanstalt ist fertig: wo vor kurzem noch der Schwamm die Wand bewohnte, ist jetzt ein Raum-Traum in Weiß und Rot enstanden.

BlinkanstaltBlinkanstaltBlinkanstalt
Die blinkanstalt mit ihrem ersten anorganischen Bewohner: der Elektrohase

Die blinkanstalt ist fertig und es war ein hartes Stück Arbeit!

Sie erinnern sich:  bröckelnde Wände, bröselnder Putz, lebende Organismen in sterbender Immobilie. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Die blinkanstalt ist ein Raum-Traum in Weiß und Rot: ein Showroom nicht nur für den Elektrohasen, sondern auch für all die Projekte, die bereits in Arbeit sind oder noch in unseren Skizzenbüchern und auf unseren Festplatten schlummern.

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Der Elektrohase in der Presse

Der Münchner Merkur berichtete im November über die Projekte im FabLab München. Der Elektrohase war mit dabei!

Elektrohase in der Presse
Der Elektrohase in und auf der Zeitung

Am 14.11.2012 titelte der Münchner Merkur im Lokalteil: „Tüftler, Bastler, Verrückte“. Gemeint waren damit die Mitglieder des FabLab München und ihre Projekte. Der Autor des Artikels, Moritz Homann, hatte sich bereits im August die höchst unterschiedlichen Projekte der FabLab Mitglieder erklären und vorführen lassen. Drei Monate Zeit brauchte Homann offenbar, um die Merkwürdigkeiten zu verdauen, die ihm damals präsentiert wurden.

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Schau mal, ein hAse – ist der süß!

Diesen Satz bekamen die blinkgestalten auf der diesjährigen Klangwolke in Linz oft zu hören.

Leuchtbuchstabe hAse - VorderansichtLeuchtbuchstabe hAse - RückansichtLeuchtbuchstabe hAse - Innenansicht
Vorderansicht – Rückansicht – Innenansicht mit LED-Beleuchtung

Auch dieses Jahr reisten die blinkgestalten zum Ars Electronica Festival nach Linz. Im Gepäck mit dabei: ein A und ein b.

Die Veranstalter hatten die Teilnehmer aufgefordert, selbstgebastelte Leuchtbuchstaben mitzubringen, welche dann Teil der visualisierten Klangwolke werden sollten. Während das b präzise mit dem Lasercutter aus Acryl geschnitten wurde, wurde das A aus Tonpapier mit Hilfe von Schere und Klebestift zusammengebastelt. Als Leuchtmittel wurden im Inneren LED-Streifen angebracht, das Stromkabel an einem Holzstab verlegt  – und schon war die Laterne in hAsenform fertig.

Die blinkgestalten sind mit ihren kreativen Leuchtbuchstaben ziemlich aufgefallen, wurden oft angesprochen und sogar von Japanern fotografiert.

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Lichtbildhauern auf dem ARS ELECTRONICA FESTIVAL 2012: VolxTV

Die blinkgestalten üben sich auf dem ARS ELECTRONICA FESTIVAL 2012 in Lichtbildhauerei und basteln im VolxTV-Workshop einen Farbschatten-Projektor.

VolxTV_VorderansichtVolxTV_Rueckansicht
Der VolxTV in Aktion

Die Ars Electronica in Linz: jedes Jahr wieder der ultimative Treffpunkt für Computerkünstler, Klangwolkenbetrachter, Elektronikkunst-Bestauner und insbesondere auch Lichtkünstler. Also eine Veranstaltung ganz nach dem Geschmack der blinkgestalten.

Das absolute Bastel-Highlight auf der diesjährigen Ars Electronica war der VolxTV Workshop. Unter der Anleitung von Jördis Drawe und Uwe Schüler ließen die blinkgestalten, in nur knapp zwei Stunden konzentrierter Klebe- und Lötarbeit, eine vollwertige Alternative zum Deutschen Privatfernsehen entstehen.

VolxTV ist ein Farbschattenprojektor, der aus nur einer Hand voll Bauteilen besteht: lasergecuttetes Sperrholz, Kabel, LEDs, Kondensator, Widerstände und Motor. Diese wenigen Zutaten reichen, um wechselnde Farbstimmungen auf die Mattscheibe des VolxTV zu zaubern. Optisch wabernde Eindrücke zusammen mit dem meditativen Brummen des Motors versetzen den Betrachter in eine entspannte Stimmung.

Unser Fazit: Wären die blinkgestalten auf Facebook aktiv, so würden wir für VolxTV ohne zu Zögern den „Gefällt mir“ Button klicken. Tun wir aber nicht. Stattdessen zollen wir dem Kulturgüter-Schuppen einfach unseren Respekt für diesen Workshop und freuen uns auf weitere Lichtbasteleien – vielleicht schon auf der Ars Electronica 2013?

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b

Die blinkgestalten haben ein potentielles Geschäftsfeld identifiziert: Leuchtbuchstaben.

Leuchtbuchstabe bLeuchtbuchstabe b
Der dreidimensionale Leuchtbuchstabe „b“

Die blinkgestalten werden ja nicht müde, immer neue „Business Opportunities“ zu identifizieren. Seit kurzem sondieren die blinkgestalten daher das Buchstabenbusiness – genauer: Leuchtbuchstaben.

Es gibt zahlreiche gute Gründe, ins Buchstabengeschäft einzusteigen: allein der deutsche Markt ist riesig – 82 Millionen potentielle Käufer. Selbst die nicht alphabetisierten Mitbürger (4%) sind denkbare Abnehmer für attraktive Leuchtbuchstaben.

Nicht zu verachten sind die kostenlosen Werbemaßnahmen, die unermüdlich für die Verwendung von Buchstaben plädieren. Vom Kleinkinderfernsehen, über den Buchstabensuppenhersteller und Quizsendungen („… ich kaufe ein A …“) bis zum dreistufigen Schulsystem mit anschließender Universität werden die Menschen in unserem Land permanent zur Alphabetsverwendung gedrängt. Mehr kostenlose Werbung kann man sich nicht wünschen. Alles gute Gründe, um einen ersten Design-Prototypen zu schaffen um anschließend seine Akzeptanz zu testen.

Die blinkgestalten präsentieren: das „b“.

„Warum b ?“ fragen Sie nun. Tausend gute Gründe! Hier sind vier:

  • Wir wollten genau einen Buchstaben. Hätten wir mit „a“ begonnen, dann hätten wir auch „b“ machen müssen – wer a sagt, der muß auch b sagen – und hätten damit zwei Buchstaben gehabt
  • Sollte sich das „b“ als Flop herausstellen, bleibt uns noch die alternative Vermarktung als „d“, „q“ oder „p“
  • Zudem sind wir die blinkgestalten – wir erschaffen b-Leuchtung. 50 Cent in die Kalauer-Kasse.
  • Und schließlich: wir sind die blinkgestalten und nicht z.B. die flinkgestalten … falls Sie das noch nicht bemerkt haben sollten

Noch einige Fakten zur b-Schaffenheit des Objekts:

  • Maße: 24 x 16 x 4 cm (H x B x T)
  • Material: verschraubtes MDF und Acryl
  • Beleuchtung: LED-Streifen
  • Energiequelle: 12V Akkupack für mehrere Tage mobile Stromversorgung
  • Zubehör: Tragegurt für komfortablen Transport

Wir halten Sie über den Erfolg des b auf dem Laufenden.

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Drucken ohne Drucker

Man kann auch ohne Drucker drucken. Die Blinkgestalten berichten von ihrem Besuch beim Siebdruck-Workshop.

Elektrohase Siebdruck-Beutel 1 Elektrohase Siebdruck-Beutel 2Elektrohase Siebdruck-Beutel 3
Fotos: Rakeln – Trocknen – Einkaufen gehen

Ja, man kann wirklich komplett ohne Hardware, Computer und Strom drucken – man nennt es Siebdruck.

Die Blinkgestalten haben an einem Workshop teilgenommen, wo der ganze Druckprozess von Hand erfolgte. Zunächst wird das Elektrohasen-Logo gezeichnet und mit einem Teppichmesser aus Folie ausgeschnitten. Diese klebt man auf ein feinmaschiges Gewebe, welches im Siebdruck-Rahmen befestigt ist. Darunter legt man das zu bedruckende Material – wir haben uns für einen Einkaufsbeutel entschieden. Dannach wird mit einem Rakel die Druckfarbe aufgetragen. Die Farbe dringt an den Stellen, wo keine Folie ist, durch das Gewebe hindurch. Fertig.

Nach einer kurzen Trocknungsphase auf der Wäscheleine darf uns dieser individuelle Beutel nun bei jedem Einkauf begleiten.

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Ein Prost auf den verregneten Sommer

Schlechtes Wetter mit Dauerregen anstatt Sommersonne – da freuen sich die blinkgestalten. Sie verstecken sich einfach im Keller und arbeiten am Lasercutter.

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Der Lasercutter schneidet Kreise ohne Ende

Bei dem „tollen“ Sommer kann man sich wirklich ohne schlechtes Gewissen im Keller einsperren. Mit einem Lasercutter ausgestattet und jeder Menge kreativer Ideen läßt es sich dort gut aushalten. Aus Filz haben wir den Laser 120 Kreise ausschneiden lassen, das Ergebnis: Tischsets und Untersetzer – ideal, um seinen Sommer-Cocktail drauf zustellen. Na dann, Prost!

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Design Reparieren – Teil 1: der fehlende LAN-Deckel

Immer wieder treffen die blinkgestalten auf mangelhaftes, nicht zu Ende gedachtes Design. Früher hätten sie einfach darüber hinweggesehen. Doch jetzt ist Schluss damit – kaputtes Design wird ab sofort repariert! Heute reparieren wir einen fehlenden LAN-Deckel.

Schreibtischkabellochabdeckung LANHALTA 1Schreibtischkabellochabdeckung LANHALTA 2Schreibtischkabellochabdeckung LANHALTA 3Schreibtischkabellochabdeckung LANHALTA 4
 Schreibtischkabellochabdeckung LANHALTA

Eine der Königsdisziplinen des Designs ist die Erfindung und das Design von Dingen, die bisher fehlten. Ist ein Ding schon da und besitzt ein schlechtes Design, dann ist es leicht, das Design zu verbessern. Ist ein Ding gar nicht erst nicht da, und besitzt obendrein noch ein schlechtes Design, dann ist die Herausforderung schon wesentlich größer.

Zu abstrakt? Gut, konkret: können Sie sich noch an die Zeit vor der Erfindung des Gullideckels erinnern? Was damals Leute spurlos verschwunden sind! Beim einen oder anderen Zeitgenossen war das kein Problem – manche Leute sind in Gullis besser aufgehoben als auf der Oberfläche. Aber das nur am Rande bemerkt.

Das Problem war also das ungünstige Gulli-Design (unauffällig, tief, gefährlich) und die Abwesenheit des Gullideckels.
Alle Versuche das Problem zu entschärfen (Perserteppich über den Gulli gelegt, Warnschilder oder lustige orange/weiße Kegel aufgestellt, …) führten nicht zum erwünschten Ziel. Erst der Gullideckel löste das Problem durch schlichtes, aber funktionales Design.

Ähnliche Loch-Design-Probleme sind hinlänglich bekannt (Sektflasche ohne Korken => Bitzel weg, Bohrloch ohne Dübel => Schraube fällt raus, teures Ölgemälde fällt auf Boden, … und so weiter und so weiter).

Ein modernes Loch-Designproblem ist das Kabelloch (oder auch „Kabelöffnung“) im Schreibtisch, wie es z.B. von schwedischen Einrichtungshäusern verkauft wird. Im Ansatz hat man das Problem gut erkannt: so ein Kabel geht einfach nicht durch den Tisch hindurch. Man kann es so lange gegen die Tischplatte drücken wie man will – hilft nichts.

So entschloss sich also der Schwedendesigner eine Öffnung in den Tisch zu integrieren. Aber oh weh! Wie groß sollte die Öffnung sein? So groß wie der Kabeldurchmesser? Nein, Blödsinn – der Stecker muß ja auch noch durch. Moment: vielleicht muß sogar die Steckerleiste durch! Also: Loch so groß, dass die Steckerleiste durchkommt. Aber wenn nur das LAN-Kabel durch soll? Dann ist das Loch doch viel zu groß … egal, one size fits all! Randbemerkung: wie das Loch wohl ausgesehen hätte, wenn der Schwedendesigner Besitzer eines HP-Laptops mit Ziegelstein-Netzteil gewesen wäre? Wir mögen gar nicht daran denken … aber ich schwoff ab.

Das Problem:
Das Kabelloch im Schreibtisch ist riesengroß, soll aber eigentlich nur ein LAN-Kabel beherbergen. Stöpselt man das LAN-Kabel aus, so soll es elegant im Loch verschwinden. Das tut es auch, allerdings verschwindet das Kabel meist für immer. Will sagen: man muß das Kabel jedes mal aufs neue – Arm bis zum Ellenbogen im Schreibtisch steckend – aus den Untiefen des Kabelloches herauspfriemeln.

Die Lösung:
Schreibtischkabellochabdeckung „LANHALTA“.

Mit „LANHALTA“ ist Dein LAN-Kabel immer griffbereit und trotzdem schnell wieder aufgeräumt. Zum Benutzen einfach herausziehen, nach dem Benutzen einfach hineinschieben.

Produktmaße: passt genau ins Loch

Design: blinkgestalten

Produktbeschreibung: naturbelassenes, graviertes Acryl (rot, transparent), verschraubt mit BIO-Schrauben M3

Pflegehinweis: herausfallende LAN-Datenreste mit einem feuchten Tuch abwischen.

blinkgestalten

Der 3D-Hase – vom PC in die Realität

Die Blinkgestalten zerschneiden einen Hasen, um ihn danach wieder zusammenkleben zu können. Natürlich keinen echten, sondern einen virtuellen.

Schnitthase_3D-ModellSchnitthase_3D-Modell-ScheibenSchnitthase_Karton-EinzelteileSchnitthase_Karton-3D-Figur
Vom virtuellen 3D-Modell zum realen 3D-Modell aus Karton

Kleine Bastelarbeit für Zwischendurch: Ein 3D-Modell von einem Hasen wurde am Computer virtuell „in Scheiben“ geschnitten. Diese Scheiben wurden automatisch numeriert und mit Markierungen für den Zusammenbau versehen. Das Ausschneiden haben wir dann dem Lasercutter überlassen – der kann das schneller als wir: Also die Daten an den Lasercutter geschickt, welcher die Einzelteile aus Karton herausschnitt. Fast zwei Stunden waren dann noch notwendig, um die 66 Einzelteile Schicht für Schicht exakt aufeinander zu kleben.

Bastelabteilung

Projekt „blinkanstalt“ – Teil 2: finden

Die „blinkanstalt“ ist gefunden. Die neuen Räume für die blinkgestalten sind vielversprechend, doch es lauern noch ein paar überraschungen in den Ecken …

Blinkanstalt_FensterzwergBlinkanstalt_SchimmelBlinkanstalt_Renovierung
Der Zwerg, der Pilz, die Wand

Plötzlich ging bei unserer Suche nach der „blinkanstalt“ alles ganz schnell. Gleich bei uns ums Eck blickte uns eines Tages ein Raum duch seine dunklen, traurig leeren Fensteraugen an. Wo gestern noch Gardinen aus den 60ern hingen, nebst Primeltopf und Nippes, da grüßte heute nur noch ein verwaister, farbentblätterter Gartenzwerg.

Unsere Bitten waren erhört worden: ein Raum war soeben für uns frei geworden. Hausmeister, Hausverwaltung, Termin, Besichtigung, Liebe auf den ersten Blick, Nacht drüber schlafen, Unterschrift.

Doch die erste Liebe bröckelt schon. Oder vielmehr die Wände unserer geliebten neuen blinkanstalt bröckeln. Eigentlich ist es kein staubig trockenes bröckeln – es ist vielmehr ein muffig feuchtes bröseln.

Solidarisch zum Gartenzwerglack machte sich auch die Wandfarbe aus den 50ern auf den Weg zum Boden. All die Jahre hatte das vormals weiße Beige tapfer an der Wand ausgeharrt. Doch nun trug die neue frische Luft die letzten Haftkraft-Moleküle davon. Beiger Schnee auf PVC.

Und wir sollten nicht das einzig neue Leben sein, das diese Räume bald schon bevölkern würde. Was lugte da frech aus den Ecken hinter den Tapeten hervor? Waren’s Pflanzen oder Tiere? Weder noch, des Schimmels Sporen sprossen allerorten.
Flauschig schillernde Farben, die wir bisher nur von teuren Käsen kannten.

Farben inspirieren, und so hätten wir uns fast in ein neues blinkgestalten Projekt gestürzt: Biolumineszenz. Feuchte Wände als der ideale Nährboden für leuchtende Algen oder floureszierende Schimmelpilze. Das wär’s eigentlich gewesen, aber wir vertagen das auf später.

Jetzt konzentrieren wir uns darauf, dem Elektrohasen einen Showroom einzurichten: Tapeten runter, frische Farbe an die Wände, Raumplanung, Möbelkauf, … Es gibt viel zu tun: wir halten Sie auf dem Laufenden – bleiben Sie dran!

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