WhatsAppartement Teil 1: WhatsApp Installieren

Ein WhatsApp Medienkunst-Projekt der blinkgestalten.

Die blinkgestalten tendieren als Medienkünstler zu oft übertrieben langen Phasen
des Reflektierens über neue Technologien. Nach einer fünfjährigen Studienphase
fühlen sich die blinkgestalten nun gewappnet, um sich der Herausforderung WhatsApp zu stellen, und präsentieren ihr neuestes Projekt „WhatsAppartement“.

WhatsApp Installation

In der ersten Folge unserer „WhatsAppartement“ Blog Artikelserie, erleben Sie die blinkgestalten bei der Installation von WhatsApp. Freuen Sie Sich auf unsere technischen, soziologischen und juristischen Überlegungen, sowie auf übertriebene Beachtung unwichtiger Details. Los geht´s!

So eine WhatsApp Installation ist schnell gemacht, vorausgesetzt man kümmert sich
nicht um die lästigen Details. Dumm nur: die blinkgestalten lieben Details.

  • Schritt eins: wir nehmen unser Smartphone zur Hand
    An diesem Schritt sehen Sie bereits, dass die blinkgestalten derzeit noch kein WhatsApp benutzen, denn der typische WhatsApp Benutzer hält sein Smartphone bereits ständig in der Hand. Doch dazu später mehr.
  • Schritt zwei: wir starten den AppStore
  • Schritt drei: wir suchen nach „WhatsApp“ und klicken auf „Installieren“
    Aufpoppende Dialoge zur Bestätigung der erforderlichen Rechte für die App,
    sowie die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen bestätigen wir, weil wir weder Zeit noch Lust haben, den ganzen Kram durchzulesen.

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Neues Medienkunst-Projekt „WhatsAppartement“

Die blinkgestalten tendieren als Medienkünstler zu oft übertrieben langen Phasen des Reflektierens über neue Technologien. Nach einer fünfjährigen Studienphase
fühlen sich die blingestalten nun gewappnet, um sich der Herausforderung WhatsApp zu stellen, und präsentieren ihr neuestes Projekt „WhatsAppartement“. „WhatsAppartement“ ist eine gründlich durchdachte und aufwendig konstruierte Umgebung für den cybersicheren Betrieb einer WhatsApp-Instanz mit Elektrohasen-Unterstützung.

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Das Medienkunst-Projekt „WhatsAppartement“

Die blinkgestalten präsentieren heute relativ unerwartet ihr neuestes Projekt „WhatsAppartement“, was dadurch zu erklären ist, dass das Projekt in den letzten fünf Jahren konspirativ und unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorangetrieben wurde.

Zur Historie: WhatsApp wurde im Jahr 2014 von Facebook gekauft, und hat sich seitdem von einem unter vielen Messaging-Diensten (400 Mio. aktive Nutzer) bis hin zu dem populärsten Kommunikationsmedium der digital vernetzten Weltbevölkerung (1,5 Mrd. aktive Nutzer) entwickelt. WhatsApp kontrolliert damit den Großteil menschlicher Kommunikation, was zu eindrucksvollen Machtkonzentrationen wie dieser hier führt:

97 Prozent der 18- bis 29-jährigen in Deutschland kommunizieren über WhatsApp.

Damit besitzt ein einzelner privater US-Konzern die vollständige Kommunikation
von nahezu allen deutschen Teenagern und jungen Erwachsenen.

Die blinkgestalten haben die Entwicklung von WhatsApp mit Interesse verfolgt und deren technische und sozialen Auswirkungen studiert. Sogar das soziale Umfeld der blinkgestalten war Teil dieser Untersuchung. So verfolgten die blinkgestalten in den letzten fünf Jahren zu Versuchszwecken die Strategie der totalen WhatsApp-Verweigerung, um die Konsequenzen der sozialen Ausgrenzung am eigenen Leib erleben zu können.

Mit dem Projekt „WhatsAppartement“ präsentieren die blinkgestalten die Essenz ihrer WhatsApp Studien. Die „WhatsAppartement“ Installation (eine abgeschottete Miniatur-Wohnzimmer-Szene mit WhatsApp und Elektrohase) ist aus Sicht der blinkgestalten die einzige Art, wie WhatsApp mit vertretbarer Sicherheit benutzt werden kann. „WhatsAppartement“ orchestriert eine Vielzahl von Maßnahmen, um unzureichenden Datenschutz, sozialen Druck und Suchtverhalten vorzubeugen. Wesentliche Elemente sind dabei die physische Isolation und Abschottung der App, sowie die Kommunikation über einen anonymen Repräsentanten (dem Elektrohasen, der auch in früheren Arbeiten der blinkgestalten schon zum Einsatz kam).

Die blinkgestalten präsentieren die Details des Projekts „WhatsAppartement“ in einer mehrteiligen Blog Artikelserie (hier geht es zu Teil 1 der Serie). Freunde und Gegner von WhatsApp sind gleichermaßen dazu eingeladen, die blinkgestalten bei ihrem kreativen Technologie-, Soziologie- und Psychologie-Zweikampf mit der Bedrohung WhatsApp zu begleiten!

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Schönen 1. Advent 2019

In der Blinkanstalt riecht´s nicht nach leckeren Plätzchen, sondern nach uhu und Farbe – es ist Bastelzeit.

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Der Schneideplotter läuft wieder heiß, Massen an Papier werden zerschnippelt, um danach wieder zusammengeklebt zu werden. Der ElektroKlon hat es dieses Jahr auf unsere Christbaumkugeln geschafft und wird unseren Tannenbaum schmücken.

Schöne Weihnachten wünschen die

blinkgestalten

Der ElektroKlon in der Weltpresse

Über die Ausstellung in der Neuen Sammlung / Pinakothek der Moderne München hat die Weltpresse ausgiebig berichtet. Die Presseabteilung der blinkgestalten hat das Netz durchforscht und aus den Beiträgen eine Pressemappe erstellt.

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Pressemappe

Nach 10 anstrengenden Monaten in der Pinakothek der Moderne sitzt der ElektroKlon nun wieder in der Blinkanstalt, um sich von dem Medienrummel zu erholen. Berichtet wurde nicht nur in lokalen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung, sondern auch in Fachmedien wie Architectural Digest oder Designers Digest.

Die Pressemappe ist ein Unikat und steht in der Bibliothek der Blinkanstalt. Aber mit Hilfe einer großen Suchmaschine kann sich jeder selbst ein Bild machen.

Presseabteilung

Streetart mit dem ElektroKlon

Künstler verschönern Boden und Wände im öffentlichen Raum mit dem ElektroKlon-Logo.

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Der ElektroKlon im öffentlichen Raum

Wie cool ist das denn:
Der ElektroKlon wurde an diversen locations im öffentlichen Raum verewigt: Ein seltsam buntes Graffiti prangt an einer Wand einer ehemaligen Kartoffelbreifabrik. Beim nächsten Foto hat sich der Sprayer wohl ein Stencil ausgeschnitten, um damit minimalistisch einen Gully-Deckel zu verzieren. Und auch ein Tape-Art-Artist hat sich versucht und mit weißem Klebeband das Logo auf eine große Mauer getaped.

Wir sind begeistert und werden weiter mit offenen Augen durch die Straßen gehen …

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Der ElektroKlon fühlt sich wohl

Wir haben unseren elektronischen Freund in seinem neuen, temporären zu Hause – der Pinakothek der Moderne – besucht. Es scheint ihm zu gefallen.

ElektroKlon in der Pinakothek der Moderne

An einem verregneten Sonntag im Mai statten wir unserem Freund einen Besuch ab. Ganz alleine sitzt er in seinem Designer-Regal und twittert vor sich hin. Er genießt aber auch die Aussicht auf die vielen Besucher, die sehr nah kommen, um ihn anzuschauen. Am liebsten würden diese ihn anfassen wollen. Das er das aber gar nicht mag, hat man ihm eine Glasscheibe zur Sicherheit vors Regal geschraubt.

Bis Ende September darf er nun dort noch wohnen, dann geht es wieder heim in die blinkanstalt … oder wer weiß, vielleicht ist er bis dahin Größenwahnsinnig geworden und will direkt ins MoMA NY oder in die Tate Modern London.

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Schöne Ostern 2019

Unser persönlicher Osterhase war wieder fleißig. Tag und Nacht hat er in der blinkanstalt Papier zerschnitten, gefaltet und geklebt, bis die Pfoten wund waren. Schnell alles noch mit Schokoeiern gefüllt und dann ist er auch schon los gehoppelt, um diese schönen Osterschachteln zu verteilen.

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Viel Spass beim Ostereier suchen!

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Kleiner Bastelspass für zwischendurch

Im wahrsten Sinne des Wortes war dieser Bastelspass klein bzw. winzig. Wir haben ein Mini-Diorama gebastelt.

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Ein röhrender Hirsch im Miniaturwald

Man nehme etwas Alufolie, Haarspray, Farbe, Sand, Korkstückchen, Holzsspäne, Streugras sowie Mini-Tannenbäume und einen Mini-Hirsch. All das wird so verarbeitet, dass es in das kleine Plexiglas-Kästchen von 8 cm x 5 cm passt. Und Zack – nach exakt 60 min ist unser erstes selbstgebasteltes Diorama fertig.

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Neuerwerb futurEye

Ein neues Kunstwerk zieht in die blinkanstalt ein: „futurEye“. Die Skulptur eines bislang weitgehend unbekannten Künstlerpaares gibt den blinkgestalten Rätsel auf und regt zur Reflektion an.

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Ein Neuerwerb in der blinkanstalt: futurEye

Seit kurzem beherbergt die blinkanstalt ein neues Kunstwerk: „futurEye“. Die Skulptur – eine sorgfältig arrangierte Collage aus Konsumgüter-Restmüll und Naturmaterialen – wurde von einem bislang unbekannten Künstlerpaar in einem Akt „spontaner Inspiration“ geschaffen.

Als sich die blinkgestalten erstmals mit der Arbeit „futurEye“ konfrontiert sahen, verspürten sie eine unmittelbare innere Zerissenheit. Genauer: einen Zustand der interessierten Annäherung, bei gleichzeitig befremdeter Distanzierung. Gute Kunst leistet genau das: sie löst starke emotionale Zustände aus. So stand der Entschluss schnell fest: „futurEye“ sollte die kleine aber feine Kunstkollektion in der blinkanstalt bereichern.

Seit der Aufstellung des Kunstwerks sind nun einige Wochen vergangen – genug Zeit für die blinkgestalten, um das Werk weiter auf sich wirken zu lassen. Bei der Betrachtung der Skulptur kamen wir zu diesen Rückschlüssen:

Die Arbeit hinterfragt kritisch die Konsumgesellschaft. Das dominanteste Element – die ausgepresste Fischpastentube – steht für den Widerstreit von Menschenwelt und Natur. Der industriell prozessierte Fisch in Weißblech als Symbol der übermächtigen, tödlichen Unterdrückung der Biosphäre durch die Industriegesellschaft. Das seiner Natur beraubte Lebensmittel wird auf Plastik angereicht – Plastik das im 21. Jahrhundert als Mikroplastik die gesamte Biosphäre kontaminiert. Das Plastik selbst getragen durch eine Assemblage aus Kartonverpackungen. Der Karton, als vermeintlich wiederverwertbare und umweltfreundliche Verpackung, die jedoch nur die Sicht auf das darunter verborgene Plastik verstellt. Umweltschutz verkommt zur Fassade. Die Verpackungsaufschrift „keine Kinderarbeit, kein Chinaprodukt“ mutet in diesem Kontext wie ein höhnischer Unterton an.

Im Inneren der Skulptur ruht – für den oberflächlichen Betrachter gut verborgen – ein Stein. Der Stein als Symbol für den Planeten Erde. Bodenständigkeit, fester Untergrund. Halt in einer Welt, die sich täglich wandelt. Doch auch der Stein durfte seine naturgegebene Gestalt nicht behalten. Ein lieblicher Anstrich macht ihn konform zu unseren überhöhten Sehgewohnheiten, und verleiht ihm eine Anmutung, die der Erwartungshaltung des visuell übersättigten Menschen entspricht. Buntes Konsumgüterdesign statt natürliche Schlichtheit. Vordergründige Kulisse statt Wabi-Sabi.

Insgesamt ist „futurEye“ also ein vielschichtiges Werk, das den blinkgestalten auch in Zukunft noch reichlich Stoff zum Nachdenken geben dürfte.

Hintergrundinformationen zur Plastik „futurEye“
futurEye, ein durch spontane Inspiration gewordenes Recycling-Design-Objekt, losgelöst von klassischen Denkmustern will anregen, auf eigenen kreativen Pfaden, Visionen zu verwirklichen. Weder der, die das ist dominant noch spielt der derzeitige Gigantismus eine Rolle. futurEye findet auch in minimalen Räumen ein zu Hause. futurEye kann zu Symbiosen zwischen Gegenwart und Zukunft, Kunst und Design führen.

Zum Künstlerpaar:
Die Künstler verstehen sich als visionäre Designer in einer globalisierten, vielfach undurchschaubaren, verwirrenden Welt der Widersprüche und Gegensätze, Protagonisten zeitgenössischer Konzeptkunst.


blinkgestalten


Schönen 3. Advent 2018!

Jetzt haben wir uns extra ein tolles Rezept für Weihnachtsplätzchen rausgesucht. Mehl, Eier, Zucker, Hefe und sonstige Zutaten zusammengerührt – und dann sowas:

Weihnachten-2018_blog

Irgendwas ist da wohl in der Backstube dieses Jahr schief gelaufen … Egal. Hauptsache es schaut lustig aus und schmeckt lecker!

In diesem Sinne – eine schöne restliche Adventszeit wünschen die

blink*gestalten