Projekt „blinkanstalt“ – Teil 1: suchen

Es ist hier im Blog ein wenig ruhig geworden um die blinkgestalten.
Grund: wir sind im Stress. Wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden. Wir brauchen Raum für Neuerungen. Wir brauchen eine blinkanstalt.

Blinkanstalt - Immobiliensuche in München
Suche auf dem Münchner Immobilienmarkt

Was ist geschehen? Als wir eines Nachts in unserem HighTech-Werkstatt-Atelier-Labor werkelten – Hände voll Modelliermasse,
Lötzinnspritzer in den Tastaturritzen, Silikonschlieren auf dem Objektiv und Wachsflecken an den Schuhsohlen – da wurde es uns einfach zu bunt.

Besondere Projekte erfordern ein besonderes Umfeld. Und da wir nicht nur kreative Freigeister, sondern bei Bedarf auch hobbymäßige, nüchterne Analytiker sind, schmiedeten wir einen einfachen aber genialen Plan: Wir brauchen Räume für unsere Träume!

Gesucht wird: die „blinkanstalt“ – ein Atelier-Showroom für die blinkgestalten. Eckdaten: klein aber fein, repräsentativ, hell, zentral in unserer Nähe.

Und so befinden wir uns derzeit auf der Suche und müssen feststellen, dass nicht jeder der suchet auch findet. Wir sprechen wildfremde Menschen auf der Straße an. Wir betreten Läden in denen wir nichts kaufen wollen. Wir dringen über verschlungene Wege in Hinterhöfe ein. Wir besichtigen Stadtviertel von deren Existenz wir bislang noch nicht wußten.

Zwischenzeitlich wissen wir nicht viel, aber einiges wissen wir jetzt:

  • Munich Seven hat eine schöne Aussicht, aber nicht unsere Kragenweite
  • im Glockenbachviertel wird es in 5 Jahren nur noch Juwelierläden geben können – andere Gewerbe werden bei diesen Quadratmeterpreisen nicht mehr denkbar sein
  • das Puerto Giesing ist weg – definitiv weg
  • das Paulanerviertel in der Au ist hochinteressant, kommt aber gut fünf Jahre zu spät

Was wir brauchen ist professionelle Hilfe. Darum kramen wir derzeit in unseren Unterlagen nach Lebensläufen, Zeugnissen und gutem Leumund. Wir werden uns bei Vermietern und Maklern anbiedern. Wir werden edelste Gewänder und feinste Düfte tragen und dabei die seriösesten Gesichter aufsetzen. Wir werden in Castings wie bei Dieter Bohlen brillieren. Wir werden an fragwürdigen Psychotests teilnehmen und sie bestehen.

Wir werden sie finden unsere blinkanstalt!

Tüten kleben – mal anders

In aufwändiger Handarbeit fertigen die blinkgestalten kleine Tütchen, die mit einem exklusiven Schlüsselanhänger gefüllt sind.

Lasercut-Anhaenger1Lasercut-Anhaenger2Lasercut-Anhaenger3Foto Tütenständer
Am Lasercutter entstehen die Schlüsselanhänger

Zuerst werden die drei Anhänger am PC als Vektorgrafik gezeichnet. Die Dateien werden dann an den Lasercutter geschickt, der in absoluter Perfektion (auf´s „mü“ genau) die Objekte aus Acryl ausschneidet und graviert. Mit viel Liebe und Geduld werden die Tütchen gebastelt und mit Barcode versehen. Jeder Schlüsselanhänger besteht aus 3 Acryl-Anhängern: ein weißer Elektrohase, ein roter blinkgestalten-Stern sowie ein schwarzer Anhänger mit dem blinkgestalten-Logo.

Marketing

Physikalische Entdeckungen

Nach fotografischen Eindrücken aus der Tiefe (Deep Blue) und aus dem Universum (Galaktische Reise) ist es den blinkgestalten nun gelungen, Plasma zu fotografieren.

Plasma Foto1Plasma Foto 2
Beeindruckende Aufnahmen von verschiedenen Plasma

Gelang es den blinkgestalten wirklich, Plasma zu fotografieren? Gar ein Hochdruck- oder Niederdruck-Plasma? Ein magnetisiertes Plasma, ein nichtidealisiertes Plasma, ein kaltes oder warmes Plasma? Oder war es doch einfach nur ein ganz einfaches neongelbes und pinkes Plasma?

Die Foto-Abteilung

Weihnachts-Backstube

Auch bei den blinkgestalten laufen die Vorbereitungen für Weihnachten auf Hochtouren. Werfen wir daher einen Blick in die Backstube, wo fleissig geknetet, ausgestochen und lackiert  wird.

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Entstehung eines ELEKTROHASEN-Plätzchens

Zimststerne, Vanillekipferl oder doch lieber Kokosmakronen? Nein, wie langweilig – so was kommt den blinkgestalten nicht auf den Tisch. Kreativität ist gefragt. Was liegt also näher, als Elektrohasen-Plätzchen zu backen? Und da es (bis jetzt) noch keine Elektrohasen-Ausstechform gibt, wird alles mit Hilfe einer Schablone von Hand ausgeschnitten. Nach 10 Minuten bei molligen 180 Grad darf der Elektrohase aus dem Ofen, bekommt noch eine Zuckerglasur und wird angemalt. Mmmmh, lecker!

Backabteilung

Advenster

Eine zeitgemässe Adventsbeleuchtung: die blinkgestalten erhellen vom 1.12.2011 bis 24.12.2011 die dunklen Adventsnächte mit farbenprächtigen Visualisierungen. Und das jeden Tag neu!

AdvensterAdvenster 2.12.2011Advenster 3.12.2011
Impressionen vom „Advenster“

In der Weihnachtszeit 2011 leuchtet München wieder: die blinkgestalten präsentieren ihre Installation „Advenster“. Das Projekt „Advenster“ – das sind weihnachtliche, farbenprächtig animierte, öffentlich aufgeführte Processing-Visualisierungen.

Die blinkgestalten präsentieren mit „Advenster“ eine Auswahl von – leicht modifizierten – Arbeiten des OpenSource Projektes OpenProcessing. Zu sehen sind die besten 24 Processing Sketches aus Sicht der blinkgestalten.

Mit der Installation „Advenster“ präsentieren die blinkgestalten ihre Vorstellung von geschmackvoller Weihnachtsbeleuchtung und setzen damit einen Kontrapunkt zur Beleuchtungs-Massenware.

Quietschbunt wackelkontaktartig hektisch flickernd flackernde Chinaplastiksterne. Blau blitzende, grell blendende Acrylkitsch-Eiszapfen. Unmotiviert umherlungernde, lasche Lichterketten. Blendend neongrell verwebte Leuchtmittelknäuel. Das muß nicht sein!

Die blinkgestalten wünschen mit „Advenster“ eine besinnliche, stimmungsvoll illuminierte Vorweihnachtszeit!

blinkgestalten

Silikon-Workshop mit den blinkgestalten

Meet & Make Workshop am 28.11.2011 um 20:00 Uhr im FabLab München: die blinkgestalten demonstrieren den Umgang mit Silikon, Latex und Alginat.

Material zum Meet & Make Silikon, Latex und Alginat
Silikon, Latex, Alginat, Gips – alles mit dabei

Im Meet & Make Workshop „Abformen mit Alginat, Latex und Gips und Herstellung von Silikon-Objekten“ wird blinkgestalt Robert sein praktisches Materialwissen weitergeben. Die Teilnehmer des Workshops sind eingeladen mit Alginat, Latex und Gips zu experimentieren. Zum Thema Silikonverarbeitung wird es eine anschauliche Vorführung geben.

Im Workshop werden überwiegend praktische Tipps und Tricks zum Gebrauch der Materialien vermittelt. Die praktische Arbeit ermöglicht den Teilnehmern einen schnellen Einstieg in den Umgang mit Alginat, Latex und Silikon.

Der Workshop ist nahezu ausgebucht. Interessenten für einen weiteren Workshop mögen sich bitte beim FabLab München melden.

Veranstaltungsbüro

Bastelstunde mit den blinkgestalten

Eine kleine Bastelarbeit für zwischendurch …

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Kneten, formen, trocknen, anmalen – fertig

Auch wenn es so aussieht: Nein, wir befinden uns nicht in der Midlife-Crisis und wir töpfern auch nicht! Efaplast ist zwar ein tonähnliches Material, trocknet aber an der Luft und lässt sich wunderbar bearbeiten und bemalen.

Nachdem es schon einen Elektrohasen aus efaplast gibt, wurde jetzt eine neue Kreatur geschaffen. Und es kam, wie es kommen mußte: Es wurde wieder ein Hase!

Bastelabteilung

Die blinkgestalten hinter dem Kraftwerk Konzert

Ein exklusiver Hintergrund-Bericht der blinkgestalten vom Kraftwerk-Konzert in München … aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Blinkgestalten auf Kraftwerk-Konzert
Bild: die Blinkgestalten am Hintereingang der Kongresshalle München

Bevor wir mit dem Bericht beginnen, müssen wir uns outen: ja, auch die blinkgestalten sind durch Kraftwerk inspiriert. Wir reihen uns damit ein in die illustre Riege der „Kraftwerkinspiranten“ Africaa Bambaataa, DJ Hell, Coldplay, Rammstein und überhaupt jedem aus dem Bereich der elektronischen Musik. Damit ist es raus: ja, wir lieben Kraftwerk!

Umso schlimmer traf uns die Nachricht, dass in München im Oktober drei Kraftwerk Konzerte stattfinden sollten – unter Ausschluß der blinkgestalten. Ja, wir haben den heimlichen Kartenvorverkauf im Internet nicht mitbekommen. Peinlich.

Doch die blinkgestalten wären nicht die blinkgestalten, wenn sie sich durch unwesentliche Details wie gültige Eintrittskarten von einem Besuch des Kraftwerk-Konzerts abhalten ließen. Um es kurz zu machen, der nachfolgende Bericht beschreibt unsere Konzert-Impressionen hinter der Kongresshalle, vor der Tür des Notausgangs, auf der Treppe zum Parkplatz, neben dem Hinterausgang der Küche der Gaststätte Kongressgarten, gleich bei den Müllcontainern.

Laut der Süddeutschen Zeitung war zu Beginn des Konzerts die Bühne in Rot getaucht. Das können wir aus unserer Hinterbühnenperspektive nicht bestätigen. Der Parkplatz war in dunkelblaue, spätherbstlich milde Abendstimmung getaucht. Leichter Chlorgeruch von der Bierkrugwaschanlage, gemischt mit einer Anmutung von Frittierfett aus der Küche wehte den blinkgestalten um die neugierig gespitzten Ohren.

Das Konzert begann – wie gewohnt – mit „Die Roboter“. Der Sound war extrem knackig und druckvoll, die Stahltüre des Notausgangs bebte unter dem Schalldruck.  Mit dem Rücken und dem Kopf an die Tür gelehnt, liefen die Druckwellen die Wirbesäule entlang, über das Rückenmark, bis hinein ins zentrale Nervenzentrum. Eine unglaublich bewegende, körperliche Musikerfahrung. Bemerkenswert: auch die Wiedergabe der hohen Frequenzen wurde durch die Stahltüre kaum beeinträchtigt.

Die in der Presse hochgelobten 3D-Effekte konnten auch wir am Hintereingang  deutlich verfolgen. Die Fahrzeuge am Parkplatz sahen unglaublich plastisch aus – fast wie echt. Immer wieder streckten die Blinkgestalten ihre Hände in die Richtung der Autos – sie schienen zum Greifen nah zu sein.

Der Kritik der Süddeutschen Zeitung an den 3D Effekten wollen wir uns daher nicht anschließen: ja, mag sein, dass sogar die Brauerei Aying inzwischen 3D-Imagefilme zeigt. Aber dass Kraftwerk deswegen altmodisch und der Zeit hinterher sein soll? Diese Argumentationskette erscheint uns fragwürdig. Vor der Brauerei Aying wurde sicher auch schon vor 50 Jahren Musik gespielt (z.B. von der Blaskapelle Helfendorf). Aber deswegen wird Aying auch nicht gleich zur musikalischen Avantgarde. Worauf es ankommt ist schließlich nicht wann man 3D Videos präsentiert oder Musik macht, sondern wie.

Zurück zum Konzert: mit Ausnahme des Anfangs entsprach die Abfolge der  Titel im Wesentlichen dem Live-Album „Minimum-Maximum“ aus dem Jahr 2005. Wir gehen hier nicht genauer auf die Interpretation der einzelnen Stücke ein – was wir aber durchaus könnten, wenn wir den Rahmen des Blogs sprengen wollten.

Insbesondere auf den Schluß des Konzerts waren die blinkgestalten besonders gespannt. Beim Konzert im Jahr 2004 improvisierten die Bandmitglieder beim letzten Titel „Music Non Stop“ stark. Daher lauschten wir aufmerksam durch die verbogene Türritze den Klängen zu „Music Non Stop“, kamen aber zu dem Schluß, dass sich die Abwesenheit von Florian Schneider leider negativ auf den Sound ausgewirkt hat. Gefehlt hat uns auch die Verabschiedung a la „Gute Nacht. Auf Wiedersehen. Doswedanja Moscwa“.

Und so war es für die Blinkgestalten ein unterhaltsamer, alternativer Konzertabend hinter dem Konzert. Wir wünschen Kraftwerk gute Gesundheit trotz des hohen Alters, so dass wir eventuell doch noch einmal in den Genuß eines Kraftwerk-Livekonzerts kommen dürfen.

blinkgestalten

Blinkgestalten gesichtet

Lange war es still um die blinkgestalten. Jetzt taucht erstmals ein seltenes Foto von ihnen auf. 

Blinkgestalten

Lange waren sie wie vom Erdboden verschluckt. Jetzt wurden die Blinkgestalten gesichtet und abgelichtet. Wo das Foto entstand, das konnte nicht herausgefunden werden. Haben Sie die Sommerferien genutzt und waren 2 Monate auf Weltreise? Oder haben sie einfach nur eine kreative Pause eingelegt, um neue Ideen zu produzieren? Egal. Jetzt sind sie zurück im schönen München und wir dürfen gespannt sein, was sie uns als nächstes präsentieren werden.

Die Presse-Abteilung

Der Blog zum Block

Wunderbare neue Blinkgestalten-Merchandising-Produkte: das Blinkgestalten-Mauspad und der Elektrohase-Notizklotz.

Blinkgestalten MauspadElektrohase Notizklotz

Die Blinkgestalten wundern sich immer wieder auf’s neue: die Weiten des Merchandising-Artikel-Universums sind schier unendlich. Oder weniger verklausuliert: wir haben da mal wieder was neues machen lassen.

Das Blinkgestalten-Mauspad präsentiert sich schlicht aber funktional und läßt unserer Mäuse leichtfüßig über’s Neopren huschen – oder woraus sind diese Mauspads eigentlich? Egal. Nichtpersonalisierte Schaumgummi-Mausunterlagen kommen uns jedenfalls nicht mehr auf den Tisch!

Der Elektrohase-Notizklotz hingegen setzt ein deutliches Statement auf dem Schreibtisch: hier klotze ich! Der kritische Blinkgestalten-Kenner fragt sich jetzt sicher: „Was? Die Blinkgestalten … diese digitalen Lebensformen … kratzen ihre Gedanken als Graphitspuren mit analogen Stiften auf ebensolches analoges Papier?“ Nun ja. Ja, genau das tun wir.

Zu unserer Entschuldigung sei gesagt: wir schreiben nur sehr digitale Dinge auf analoges Papier: „Blog zum Block schreiben!“ oder „Bald machen: Fotos digital nachbearbeiten“ oder auch „TBD: analoge Dokumente digitalisieren„. Anschließend scannen wir dann die Block-Blätter ein, wandeln die Notizen per OCR in digitale Texte um, schicken die Texte durch ein komplexes Netzwerk informationsverarbeitender Algorithmen, um sie dann zu visualisieren, zu transformieren und zu ignorieren. Aber wir schweifen ab.

Die Marketingabteilung